Premiere: 03.11.2023, THEO (TfN Hildesheim), Eine Produktion von Theater PiedDeFou in Kooperation mit dem TfN Hildesheim
Regie & Text: Jeffrey Döring | Musik: Theresa Henning | Produktion: Geli Strahl | DGS-Korrektur: Zara Polat | Leitung THEO/Dramaturgie: Sandra Rasche | Schauspiel/Besetzung: Jason Giuranna, Geli Strahl, Theresa Henning
Bos/ de Beer: Valentino Frosch
Können wir Freunde sein, auch wenn wir aus verschiedenen Welten stammen? Diese Frage treibt nicht nur den kleinen Frosch Valentino und das Storchenmädchen Isabella in de Beers Bilderbuch um. Auch Hörende, Gehörlose und Schwerhörige stehen oft vor Hürden der Sprache und Interaktion.
Wie mache ich mich verständlich? Was, wenn mein Gegenüber sich beleidigt fühlt, weil ich Fehler mache? Spielerisch nähert sich das Stück diesen und weiteren Fragen an und führt Laut- und Gebärdensprache selbstverständlich zusammen.
In der Inszenierung treffen eine schwerhörige, ein gehörloser und eine hörende Spieler*in zusammen und führen die Kinder (ab 4) in die Welt von Valentino, der lieber ein Prinz als ein Frosch wäre. Fragen der Identität, des Dazugehörens, aber vor allem der Sprachhürden zwischen Hörenden und Gehörlosen werden auf spielerische Weise verhandelt.
Dabei wurden alle Dialoge sowohl in Gebärden- als auch in Lautsprache vorgetragen (bzw. wiederholt) und durch Elemente des Schattentheaters, Tanz und Musik sinnlich begleitet. Ebenso erlebten die Kinder eine Szene mit dem Mittel "visual venacular" (VV), einer besonderen Kunstform in der Gehörlosenwelt, die sich auf Körperbilder und Pantomime stützt.
Das Stück war eine Kooperation mit der freien Gruppe PiedDeFou, die mich als Regisseur dazuholten, und dem Theater für Niedersachsen.
Film: Theater PiedDeFou/ TfN / Schnitt: Jeffrey Döring