Premiere: 30.09.2016, Club Zollamt Stuttgart
Künstlerische Leitung: Jeffrey Döring | Motion Design/Konzept: Pauline Branke | Ausstellung/Projektionen: Julian Jungel | Sounddesign: Jan Roth | Kostüm-& Bühnenbild: Lydia Huller | Schauspiel/Besetzung: Jessica Jaksa, Louis von Klipstein, Tobias Loth | Gebärdendolmetscherin: Rita Wagner | Produktion: Ramona Wartelsteiner, Franziska Weber, Tobias Groneberg
(E.T.A. Hoffmann: „Rat Krespel“)
Ein düsteres Haus, ein Mann, der dem Wahnsinn verfällt, eine Schwester im goldenen Käfig und eine Musik, die alle Sphären übersteigt. Hoffmanns „Rat Krespel“ gehört zu den rätsel-haftesten Erzählungen der Schauerromantik. In ihr sucht der gleichnamige Protagonist nach dem perfekten Klang und findet ihn nicht in einem Instrument, sondern in der menschlichen Seele.
"Rat Krespel", die erste Gehörlosen-Oper, wurde bewusst nach den Bedürfnissen eines gehörlosen Publikums entwickelt.
Zwei hörende Spieler und eine gehörlose Spielerin suchten in dieser Produktion nach einer Musik, die kein Gehör mehr erforderte. Lichtimpulse, Projektionen an den Wänden und Vibrationen im Raum erzeugten mit dem Spiel der Performer*innen ein Musiktheater, dass den Riss und die Sprachlosigkeit zwischen Hörenden und Gehörlosen zu überbrücken versuchte.