Premiere: 09.08.2019, LMW Stuttgart, Eine Produktion von Goldstaub e.V. in Kooperation mit dem Landesmuseum Württemberg
Regie: Jeffrey Döring | Musikalische Leitung: Andrés Locatelli | Bühnenbild: Johana Gomez | Kostümbild: Hannah Ebenau | Sounddesign: Lorenz Rommelspacher | Motion Design: Iris Schwarz & Simon Greiner | Projektleitung (LMW): Isabel Schwab | Schauspiel/Besetzung: Benjamin Boresch, Lisa Ströckens, Hannah Gries, Carlos Negrín Lopéz, Lukas Eder | Theorben: Leon Jänicke, Jacopo Sabina
“Lamento della Ninfa” (Rinuccini/ Monteverdi)
Die Liebe sprengt alle Grenzen. Wie eine Naturgewalt trotzt sie allen Regeln und rüttelt an vermeintlich festen Werten. Denn Begriffe wie Nation, Alter, Religion oder Geschlecht kennt sie nicht. Und so wurden Spielarten der Liebe seit Jahrhunderten verteufelt und beschnitten.
Sünde, Ekelund Perversion haften diesen Tabus der Liebe an. Doch war dies schon immer so? Und gibt es „DIE“ Liebe überhaupt?
Das musikalische Stationentheater „Wankelmut der Herzen“ spürte den Tabus und Verboten der Liebe nach. Auf Sockeln und in Glasvitrinen performten Musiker*innen als lebende Statuen Madrigale von Claudio Monteverdi zu Themen wie Begehren, Geschlecht, Körper und Sexualität und setzten sich so mit der Entwicklung von Liebeskonzepten in Europa auseinander. Die Körper der Musiker*innen wurden zu Exponaten. Und so wandelte das Publikum durch diese theatrale Ausstellung und tauchte ein in die unerzählte Historie der Zärtlichkeiten.
Film: Gudrun Weiler, Leonard Rottok / Schnitt: Jeffrey Döring