Brennender Schnee

Eine Wunderkammer zur Hochsensibilität

Premiere: 24.11.2017, Kulturinsel Stuttgart

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Regie: Jeffrey Döring Bühnen- & Kostümbild: Johana Gomez, Mariam Haas | Sounddesign/Musik. Leitung: Felix Nagl | Motion Design: Iris Schwarz, Simon Greiner | Künstlerbuch: Elmar Mellert | Besetzung: Lisa Ströckens, Johannes May, Laila Richter, Pascal Zurek

Ihr Leute, die ihr so feindlich ausseht und so zerstört [...], ach Gott, ich wusste von euren törichten Sitten und eurer harten Sinnesweise nichts und werde mich wohl mein lebelang nicht dreinfinden.

Friedrich de la Motte Fouqué: „Undine“

Engel, Hexe, Spukgestalt und Nixe – all das mag Undine sein, jedoch kein Mensch, darin sind sich zumindest alle anderen einig. Die Frau aus dem Wasser wird zur Fremden und Unheimlichen erklärt, weil sie auf unerklärliche Weise empathisch, mitfühlend und sensibel ist. Für hochsensible Menschen gehört dieses Gefühl der Ablehnung zum Alltag. Sind sie doch oftmals überfordert von den Emotionen ihrer Mitmenschen.

In Brennender Schnee werden die Sinnesreize der Zuschauer*innen medial verstärkt, wodurch sie eigenen Leib das bisher kaum beachtete Phänomen der Hochsensibilität erfahren. Durch Kontaktmikrofone, haptische und interaktive Objekte, eingeleitete Düfte sowie Motion-Design-Projektionen wird die Überstimulation hochsensibler Menschern nachempfunden.

Auf der losen Grundlage von Undine nach Friedrich de la Motte Fouqué und der Oper von E.T.A.Hoffmann wurden die Konflikte Hochsensibler mit ihrer Umwelt verhandelt. Gesangspartien, die durch elektronische Sounds & Noise begleitet wurden, wechselten sich mit performativen Vorgängen sowie biographischen und fiktional-narrativen Texten ab.

Weitere Informationen zum Projektverlauf erhalten sie in unserem englischsprachigen Probentagebuch: TRACES OF A WATER SPIRIT

Film: Gudrun Weiler, Schnitt: Jeffrey Döring