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Jeffrey Döring

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Wankelmut der Herzen


Eine szenische Reise durch die (Un-)Möglichkeiten der Liebe


Foto: "Ceci n'est pas ... mon corps" von Dries Verhoeven

Premiere: 09. August 2019, 19.00 Uhr

Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


Weitere Vorstellungen:

10./11./16./17./18./23./24./25.08.19


Weitere Informationen & Ticktes:

https://www.landesmuseum-stuttgart.de



Eine Kooperation mit dem:

Sie schlingt die Arme um ihn, tastet nach seiner Brust, trotz seinem Sträuben, und schmiegt sich bald da, bald dort an ihn. [...]. Aber der Jüngling bleibt standhaft und verweigert der Nymphe die erhofften Freuden. Diese lässt ihn nicht los [...] und spricht dabei: „[...]So lasst es sich fügen, ihr Himmlischen: Kein Tag soll den her von mir, noch mich von dem hier scheiden!“ Der Wunsch fand willfährige Götter; Beider Leiber verschmolzen ganz miteinander und wurden zu einem Wesen, und so [...] sind, in enger Umarmung vereint, nicht mehr zwei jene beiden, sondern ein zwitterhaftes Wesen, sodass man es weder Mädchen noch Knabe heißen kann und es zugleich als keines von beiden und als beides erscheint.

"Hermaphroditos & Salmakis"
aus Ovid: Metamorphosen



In Wankelmut der Herzen verschmelzen Museum, Theater und Konzert zu einem innovativen Aufführungsformat. In einem musikalischen Stationen-theater erleben die Besucher*innen des Landesmuseums Württemberg, wie Liebeskonzepte über die Jahrhunderte immer wieder Verboten unterworfen wurden. Menschenhohe Glasvitrinen und Sockel werden zur Bühne für Musiker*innen, die als lebende Statuen darin ausgewählte Madrigale Monteverdis performen.

Jede Vitrine zeigt eine andere Spielart der Liebe und des Begehrens. Mit dem Näherkommen des Publikums erwacht die Szenerie zum Leben. In einer kleinen Kammerbesetzung wird eine Auswahl an Madrigalen erlebbar, wobei jedes einzelne mit der dargestellten Szene durch die spielenden Musiker*innen in Dialog tritt. So begibt sich das Publikum auf die Reise durch die unerzählte Historie der Zärtlichkeit. Darf Liebe die Grenzen von Religion, Ethnie, Alter & Geschlecht überschreiten?

Foto: "Les indes galantes" von Sidi Larbi Cherkaoui, Bayerische Staatsoper, München