Spielplatz Namibia

Spielplatz Namibia

Theaterprojekt im Rahmen von "Stolen Moments - Namibian Music History Untold"

Fotos: Dominique Brewing

Und sollte man uns fragen: Was hält euch denn hier fest? Wir könnten nur sagen, wir lieben Südwest. (Südwesterlied)

 

Vor 130 Jahren wurden weite Teile im Südwesten Afrikas zum "Deutschen Schutzgebiet" erklärt. Als Kolonialherren, Weltentdecker, Abenteurer oder Missionare strömten noch weit nach der Übernahme durch Südafrika deutsche Siedler in das Gebiet der ehemaligen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“.

 

Erst 1989 wurde das heutige Namibia unabhängig. Was geschah dann mit den Nachfahren der ehemaligen Kolonialherren? Was bedeutet es heute deutsch in einem afrikanischen Land zu sein?

"Spielplatz Namibia" ist eine installative Performance, in welcher der Besucher in drei unterschiedliche Räume geführt wird. In jedem befindet sich eine Figur, die eine bestimmte Gruppe von Deutsch-Namibiern repräsentiert. Im Esszimmer speist man mit Lothar Brockwiegel, einem Farmer mit kolonialer Einstellung, im Radiokeller lauscht man Mimis "Talk of the Nation" zum neuen, unabhängigen Namibia und im Obergeschoss begegnet man dem Bäume pflanzenden Casper, der als Kind in die DDR gebracht wurde und 1989 in ein ihm fremdes Namibia zurückkehrte. Alle schildern ihre ganz eigene Sichtweise davon, was es heißt, deutsch in einem afrikanischen Land zu sein.

Künstlerische Leitung:

Jeffrey Döring, Johanna Stenzel, Mia Göhring

Schauspiel:

Franziska Benz, Nils Malten, Sven Hartlep

Co-Ausstatter:

Alexander Messmer

 

 

Premiere:

17.07.2015, KunstRaum 34 (in Kooperation mit Theater Rampe, Stuttgart)